Make (ehemals Integromat) ist eine etablierte No-Code-Plattform für Workflow-Automatisierung. Mit über 3'000 App-Integrationen und einem visuellen Editor bauen Sie Workflows, ohne eine Zeile Code zu schreiben — das erste Beispiel in diesem Tutorial steht nach unserer Einschätzung in 15 bis 20 Minuten. Wie viel Handarbeit ein Workflow ersetzt, hängt vom Prozess ab; verlässlich lässt sich das erst am eigenen Volumen messen. Dieses Tutorial führt Sie von den Grundlagen bis zu fortgeschrittenen AI-integrierten Workflows — mit fünf praxisnahen Beispielen zum Nachbauen.
Quelle der Integrationszahl: Make Integrations nennt «3,000+ Integration Apps» und listet «Showing 1 - 48 of 3553 results in All Apps» — abgerufen am 24. August 2026.
Make verstehen: Grundkonzepte und Terminologie
Bevor Sie Ihren ersten Workflow erstellen, sollten Sie die Kernbegriffe von Make kennen:
Die wichtigsten Begriffe
| Begriff | Erklärung |
|---|---|
| Szenario | Ein kompletter Workflow in Make, bestehend aus mehreren verbundenen Modulen |
| Modul | Ein einzelner Schritt im Workflow (z. B. «Email lesen», «Daten speichern») |
| Verbindung | Die Verknüpfung zwischen zwei Modulen — definiert den Datenfluss |
| Trigger | Das Modul, das den Workflow startet (z. B. «neues Formular eingereicht») |
| Credit | Jede Aktion, die ein Modul ausführt — wird für die Abrechnung gezählt (früher «Operation» genannt); AI-Funktionen verbrauchen teils mehr als einen Credit |
| Router | Verzweigt den Workflow in mehrere parallele Pfade |
| Filter | Bedingung, die bestimmt, ob der nächste Schritt ausgeführt wird |
| Bundle | Ein Datensatz, der durch den Workflow fliesst |
| Mapping | Die Zuordnung von Datenfeldern zwischen Modulen |
Der visuelle Editor
Makes Stärke ist der visuelle Szenario-Editor: Sie sehen Ihren gesamten Workflow als Flussdiagramm. Jedes Modul ist ein Kreis, Verbindungen sind Linien, und Sie können den Datenfluss in Echtzeit verfolgen. Einen visuellen Editor hat auch n8n — der Unterschied liegt bei Hosting, Lizenz und der Tiefe der Code-Nodes, nicht bei visuell gegenüber textbasiert.
Ersten Workflow erstellen: Schritt-für-Schritt
Schritt 1: Account erstellen und einrichten
- Gehen Sie zu make.com und erstellen Sie einen kostenlosen Account
- Sie erhalten automatisch den Free Plan mit 1'000 Credits pro Monat
- Nach der Anmeldung landen Sie im Dashboard
Schritt 2: Neues Szenario anlegen
- Klicken Sie auf «Create a new scenario»
- Der visuelle Editor öffnet sich mit einem leeren Szenario
- Sie sehen einen grossen «+»-Button in der Mitte — das ist Ihr Startpunkt
Schritt 3: Trigger-Modul hinzufügen
- Klicken Sie auf das «+» und suchen Sie die gewünschte App (z. B. «Google Sheets»)
- Wählen Sie den Trigger: «Watch New Rows» (überwacht neue Zeilen)
- Verbinden Sie Ihren Google-Account (OAuth-Anmeldung)
- Wählen Sie das Spreadsheet und das Arbeitsblatt aus
Schritt 4: Aktions-Modul hinzufügen
- Klicken Sie auf das «+» rechts neben dem Trigger
- Suchen Sie die Ziel-App (z. B. «Slack»)
- Wählen Sie die Aktion: «Send a Message»
- Verbinden Sie Ihren Slack-Account
- Konfigurieren Sie die Nachricht mit Mapping (Daten aus dem Trigger einfügen)
Schritt 5: Testen und aktivieren
- Klicken Sie auf «Run once» zum Testen
- Überprüfen Sie die Ergebnisse im Ausführungsprotokoll
- Wenn alles funktioniert: «Scheduling» aktivieren (z. B. alle 15 Minuten)
5 praktische Workflow-Beispiele mit Anleitung
Workflow 1: Lead-Notification (Typeform → Slack → Google Sheets)
Anwendungsfall: Jedes Mal, wenn ein Lead ein Kontaktformular ausfüllt, werden Sie sofort benachrichtigt und die Daten automatisch gespeichert.
Module:
- Typeform — Watch Responses: Trigger bei neuer Formular-Einreichung
- Slack — Send a Message: Benachrichtigung im Sales-Channel mit Lead-Daten
- Google Sheets — Add a Row: Lead-Daten in CRM-Spreadsheet speichern
Konfiguration Schritt für Schritt:
- Erstellen Sie ein neues Szenario und wählen Sie Typeform als Trigger
- Verbinden Sie Ihren Typeform-Account und wählen Sie das Formular
- Fügen Sie ein Slack-Modul hinzu → «Send a Message»
- Konfigurieren Sie die Nachricht:
- Fügen Sie Google Sheets hinzu → «Add a Row»
- Mappen Sie die Felder: Name, Email, Unternehmen, Datum
- Testen Sie mit einer Test-Einreichung
- Aktivieren Sie das Scheduling
Workflow 2: Social Media Automation (RSS → AI Text → Social Post)
Anwendungsfall: Neue Blog-Artikel werden automatisch für Social Media aufbereitet und gepostet.
Module:
- RSS — Watch RSS Feed Items: Neue Artikel im Blog-Feed erkennen
- OpenAI (ChatGPT) — Create a Completion: AI generiert Social-Media-Text
- LinkedIn — Create a Post oder das Veröffentlichungs-Modul eines anderen Netzwerks: Post veröffentlichen
Konfiguration:
- RSS-Modul: Blog-Feed-URL eingeben (z. B. Ihr WordPress RSS-Feed)
- OpenAI-Modul konfigurieren:
- LinkedIn-Modul: AI-generierten Text als Post-Inhalt mappen
- Optional: Filter hinzufügen, der nur Artikel einer bestimmten Kategorie verarbeitet
Workflow 3: Invoice Processing (Email → PDF-Extraktion → Buchhaltung)
Anwendungsfall: Eingehende Rechnungen per Email werden automatisch erkannt, die Daten extrahiert und in die Buchhaltungssoftware übertragen.
Module:
- Email — Watch Emails: Neue Emails mit PDF-Anhängen überwachen
- Filter: Nur Emails mit «Rechnung» im Betreff oder Anhang filtern
- PDF.co — Extract Text from PDF: Rechnungsdaten aus PDF extrahieren
- OpenAI — Create a Completion: AI extrahiert strukturierte Daten (Betrag, Datum, Lieferant)
- Google Sheets — Add a Row: Daten in Rechnungsliste eintragen
Konfiguration:
- Email-Modul: IMAP oder Gmail verbinden, Filter auf Anhänge setzen
- Filter-Modul: Bedingung «Attachment name contains .pdf»
- PDF.co: PDF-Anhang als Input, Text-Extraktion als Output
- OpenAI-Prompt: «Extrahiere aus folgendem Rechnungstext: Rechnungsnummer, Datum, Lieferant, Nettobetrag, MwSt, Bruttobetrag. Gib das Ergebnis als JSON zurück.»
- JSON parsen und in Google Sheets mappen
Workflow 4: CRM-Sync (HubSpot ↔ Google Sheets)
Anwendungsfall: Bidirektionale Synchronisation zwischen HubSpot CRM und einer Google Sheets-Übersicht.
Module (Szenario A: HubSpot → Sheets):
- HubSpot — Watch Contacts: Neue oder aktualisierte Kontakte überwachen
- Google Sheets — Search Rows: Prüfen, ob Kontakt bereits existiert
- Router: Verzweigung basierend auf Suchergebnis
- Google Sheets — Add a Row (neuer Kontakt) oder Update a Row (bestehender Kontakt)
Module (Szenario B: Sheets → HubSpot):
- Google Sheets — Watch Changes: Änderungen in der Übersicht erkennen
- HubSpot — Search Contacts: Kontakt in HubSpot finden
- HubSpot — Update a Contact: Kontaktdaten aktualisieren
Tipp: Verwenden Sie eine «Sync-Status»-Spalte in Google Sheets, um Endlosschleifen zu vermeiden.
Geschätzte Setup-Zeit: 45–60 Minuten (beide Richtungen)
Workflow 5: AI Content Pipeline (Webhook → GPT → WordPress)
Anwendungsfall: Ein Webhook empfängt ein Content-Briefing, GPT generiert einen Artikel-Entwurf, der als Draft in WordPress gespeichert wird.
Module:
- Webhooks — Custom Webhook: Empfängt JSON mit Titel, Keywords, Zielgruppe
- OpenAI — Create a Completion: Generiert Artikelentwurf basierend auf Briefing
- OpenAI — Create a Completion: Generiert Meta-Description und SEO-Title
- WordPress — Create a Post: Entwurf als Draft speichern
Konfiguration:
- Webhook erstellen und URL kopieren
- Erster OpenAI-Call:
- Zweiter OpenAI-Call für SEO-Metadaten
- WordPress-Modul: Status «draft», Titel und Content mappen
Make AI-Features: das Make AI Toolkit
Makes native AI-Funktionen stecken in einer eigenen App namens Make AI Toolkit. Ihre Module lassen sich mit Makes eigenem AI-Provider betreiben — dann brauchen Sie keinen externen API-Key. Auf kostenpflichtigen Tarifen können Sie stattdessen eine eigene Provider-Verbindung hinterlegen, etwa zu OpenAI oder Anthropic.
Die Module des Make AI Toolkit
| Modul | Funktion | Anwendungsbeispiel |
|---|---|---|
| Simple Text Prompt | Freier Prompt gegen das Modell | Produktbeschreibungen, Social Posts |
| Summarize Text | Texte zusammenfassen | Meeting-Notizen, Artikel-Zusammenfassungen |
| Translate Text | Texte übersetzen | Mehrsprachiger Content |
| Categorize Text | Texte in vorgegebene Kategorien einordnen | Email-Triage, Support-Ticket-Routing |
| Analyze Sentiment | Stimmung eines Textes bestimmen | Bewertungen, Support-Anfragen |
| Extract Information from Text | Strukturierte Felder aus Fliesstext ziehen | Rechnungsdaten, Kontaktdaten |
| Identify Language | Sprache eines Textes erkennen | Routing mehrsprachiger Anfragen |
| Standardize Text | Texte in ein einheitliches Format bringen | Adressen, Schreibweisen |
| Chunk Text | Lange Texte in Abschnitte zerlegen | Vorbereitung für Vektor-Indizes |
Quelle: Make AI Toolkit — abgerufen am 24. August 2026. Die Module arbeiten laut Dokumentation «with the use of Make's AI provider or a custom AI provider connection». Die Seite gruppiert sie in zwei Rubriken: unter «Basic AI» stehen acht Module, beginnend mit «Simple text prompt», unter «Advanced AI» steht «Chunk text» — zusammen die neun Module dieser Tabelle. «Basic AI» ist damit die Rubrik, nicht der Name eines Moduls; wer in Make danach sucht, findet kein Modul dieses Namens.
Integration externer AI-Dienste
Zusätzlich zum AI Toolkit hat Make eigenständige Integrationen für einzelne Anbieter:
- OpenAI (GPT-5.6): eigene App mit Modulen für Completions, Assistants und mehr
- Anthropic Claude: laut Make «All Modules (16)» und darunter «Actions (13)» für Textanalyse und Entwürfe
- Google Gemini: multimodale AI-Verarbeitung
- Stability AI: Bild- und Videogenerierung in Workflows
- ElevenLabs: Sprachsynthese, laut Make mit 26 Modulen
Quelle: Make — Anthropic Claude weist «All Modules (16)» und «Actions (13)» aus, Make — ElevenLabs «All Modules (26)»; dazu Make — Stability AI. Die in diesem Tutorial genannten OpenAI-Modell-IDs (gpt-5.6-terra) stehen bei OpenAI — alle abgerufen am 24. August 2026.
Fortgeschrittene Make-Techniken
Router und Filter für komplexe Logik
Router sind eines der mächtigsten Features in Make. Sie erlauben es, einen Workflow in mehrere parallele Pfade zu verzweigen:
Beispiel: Intelligentes Lead-Routing
- Trigger: Neues Formular eingereicht
- Router mit 3 Pfaden:
- Pfad 2 (KMU): Filter: Unternehmensgrösse 10–200 → Standard Sales-Prozess
- Pfad 3 (Freelancer): Filter: Unternehmensgrösse < 10 → Self-Service-Email senden
Jeder Pfad kann eigene Module, Filter und Aktionen enthalten. So können Sie komplexe Geschäftslogik ohne Code abbilden.
Iterators und Aggregators
Vertiefen Sie Ihr Wissen:Für die Verarbeitung von Arrays und Listen bietet Make zwei spezielle Module:
- Iterator: Zerlegt ein Array in einzelne Bundles (z. B. alle Zeilen eines CSV-Exports einzeln verarbeiten)
- Aggregator: Fasst mehrere Bundles zu einem zusammen (z. B. alle verarbeiteten Ergebnisse in eine einzige Email zusammenfassen)
Custom Webhooks als universelle Trigger
Custom Webhooks öffnen Make auch für Systeme, für die es keine fertige Integration gibt:
- Erstellen Sie einen Webhook in Make → Sie erhalten eine eindeutige URL
- Diese URL kann jedes System aufrufen, das HTTP-Requests senden kann (CRM, Website-Formular, andere Tools)
- Der Webhook empfängt JSON-Daten und startet den Workflow
Error Handling und Monitoring
Zuverlässige Workflows brauchen gutes Error Handling. Make dokumentiert fünf Error-Handler — die Namen stehen so auch im Editor:
- Skip: Überspringt das fehlerhafte Bundle und verarbeitet die übrigen weiter; der Lauf gilt trotz Fehler als erfolgreich, das Scheduling bleibt aktiv
- Retry: Pausiert das fehlgeschlagene Bundle und legt es samt Fehlermeldung, Mappings und restlichem Ablauf als unvollständige Ausführung ab — Wiederholung automatisch oder manuell; dafür müssen Sie «incomplete executions» in den Szenario-Einstellungen aktiviert haben
- Resume: Ersetzt das fehlgeschlagene Bundle durch einen Ersatzwert, den Sie selbst definieren; die folgenden Module laufen mit diesen Ersatzdaten weiter
- Commit: Stoppt den Lauf sofort — und sorgt zugleich dafür, dass die bis dahin erfolgten Änderungen in Datenbank-Apps wie Data Store oder MySQL dauerhaft gespeichert bleiben
- Rollback: Stoppt das Szenario und nimmt Änderungen jener Module zurück, die Transaktionen unterstützen, etwa MySQL oder Data Store
Quelle: Make — Error handlers listet genau diese fünf Handler. Skip «skips the error or the failed bundle from the scenario flow and continues processing the remaining bundles», Retry lässt Sie «pause a failed bundle, store the error message, mappings and the remaining flow», Commit «stops the run immediately and ensures that any changes made to your database apps (like data store or mysql) up to that point are permanently saved», Rollback «stops the scenario and reverts any changes made by modules that support transactions, such as mysql or data store» — abgerufen am 24. August 2026.Richten Sie Email- oder Slack-Benachrichtigungen für fehlgeschlagene Szenarien ein, damit Sie Probleme sofort erkennen.
Tipps und Best Practices
Performance optimieren
- Credits sparen: Verwenden Sie Filter, um unnötige Verarbeitungen zu vermeiden
- Aggregator nutzen: Fassen Sie mehrere Bundles zusammen, bevor Sie eine Aktion ausführen
- Error Handling: Fügen Sie Error-Handler an kritische Module an
- Scheduling klug wählen: Nicht jeder Workflow muss alle 5 Minuten laufen
Fehler vermeiden
- Testen Sie immer mit «Run once», bevor Sie Scheduling aktivieren
- Verwenden Sie Variablen statt hardcodierter Werte
- Dokumentieren Sie Ihre Szenarien mit Notizen und Beschreibungen
- Erstellen Sie Backups (Blueprint exportieren) vor grösseren Änderungen
- Überwachen Sie die Credit-Nutzung, um unerwartete Kosten zu vermeiden
Skalierung
- Ordnerstruktur: Organisieren Sie Szenarien in Ordnern nach Abteilung oder Funktion
- Wiederverwendbare Webhooks: Erstellen Sie zentrale Webhooks für häufig genutzte Trigger
- Team-Collaboration: Nutzen Sie Team-Features für gemeinsame Szenarien
- Monitoring: Richten Sie Benachrichtigungen für fehlgeschlagene Szenarien ein
Preisübersicht
Make rechnet in Credits: Jede Modul-Aktion kostet einen Credit, AI-Funktionen teils mehr. Die Listenpreise stehen in USD, Franken-Preise veröffentlicht Make nicht.
| Plan | Preis USD/Monat (Jahres- / Monatszahlung) | Credits | Szenarien | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| Free | 0 USD | 1'000 | 2 aktive | Ideal zum Testen |
| Core | 9 / 10.59 USD | 10'000 | Unbegrenzt | Für Einsteiger |
| Pro | 16 / 18.82 USD | 10'000 | Unbegrenzt | Custom Functions, Priority |
| Teams | 29 / 34.12 USD | 10'000 | Unbegrenzt | Team-Features, Rollen |
| Enterprise | Kein Listenpreis | Nach Vereinbarung | Unbegrenzt | SSO, SLA, dedizierter Support |
Quelle der Preisangaben: Make weist 9, 16 und 29 USD pro Monat aus, dazu einen Umschalter «Pay monthly» / «Pay annually» mit dem Hinweis «Save 15% or more» — die genannten Beträge gelten bei Jahreszahlung. Für die monatliche Zahlung nennt Lindy «$10.59/month, billed monthly», «$18.82/month, billed monthly» und «$34.12/month, billed monthly»; die Gegenprobe stimmt: 9 ÷ 10.59 = 0.85, 16 ÷ 18.82 = 0.85, 29 ÷ 34.12 = 0.85, also exakt die 15 Prozent Jahresrabatt. Beide Quellen abgerufen am 24. August 2026. Anbieterpreise ändern sich; die Beträge stehen in der Währung des Anbieters.Mehr Volumen: Über 10'000 Credits hinaus stellt Make die Preise nur über einen Schieberegler auf der Preisseite dar — von 10'000 bis über 8 Mio. Credits. Feste Listenpreise für einzelne Zwischenstufen veröffentlicht Make nicht als Tabelle, deshalb nennen wir hier keine. Ermitteln Sie Ihren Preis mit dem Regler für Ihr tatsächliches Credit-Volumen. Für Enterprise gibt es gar keinen Listenpreis. Alle Frankenbeträge in diesem Artikel sind mit dem Kurs vom 22. August 2026 umgerechnet: 1 USD = 0.8009 CHF.
Kostenbeispiele für typische KMU-Szenarien
- Test und erste Schritte: Free Plan mit 1'000 Credits (0 USD) — begrenzt auf 2 aktive Szenarien, für mehr Workflows reicht er nicht
- Startup mit mehreren Workflows: Core mit 10'000 Credits — 9 USD pro Monat bei Jahreszahlung (Rechenweg: 9 × 0.8009 = 7.21, also rund 7 CHF); bei monatlicher Zahlung rund 10.59 USD (10.59 × 0.8009 = 8.48, also rund 8 CHF)
- KMU und Agentur: Pro (16 USD) oder Teams (29 USD) für die Basismenge von 10'000 Credits, beides bei Jahreszahlung — rund 13 bzw. 23 CHF (Rechenweg: 16 × 0.8009 = 12.81 und 29 × 0.8009 = 23.23). Bei monatlicher Zahlung sind es 18.82 bzw. 34.12 USD, also rund 15 bzw. 27 CHF. Für höhere Volumen stellen Sie den Regler auf der Make-Preisseite auf Ihren geschätzten Verbrauch
Im Tool-Vergleich finden Sie eine detaillierte Gegenüberstellung der Kosten von Make, n8n und Zapier.
Häufig gestellte Fragen
- Brauche ich Programmierkenntnisse für Make?
Nein, Make ist eine No-Code-Plattform, die ohne Programmierkenntnisse bedient werden kann. Der visuelle Editor ermöglicht es, Workflows per Drag-and-Drop zu erstellen. Für fortgeschrittene Anwendungen wie Custom Functions oder JSON-Manipulation sind Grundkenntnisse hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Alle fünf Beispiele in diesem Tutorial kommen ohne eigene Code-Funktion aus; beim Rechnungs-Workflow müssen Sie lediglich ein JSON-Ergebnis auf Felder mappen.
- Wie unterscheidet sich Make von n8n?
Make ist eine cloud-basierte No-Code-Plattform mit visuellem Editor und einfacher Bedienung. n8n lässt sich zusätzlich selbst hosten und steht unter der Sustainable Use License (fair-code) — das ist keine von der OSI anerkannte Open-Source-Lizenz: Der Einsatz für die eigenen internen Geschäftszwecke ist erlaubt, ebenso ausdrücklich Beratungsleistungen rund um n8n, etwa das Bauen von Workflows für Kundinnen und Kunden. Untersagt sind White-Labeling gegen Bezahlung, das kostenpflichtige Hosten von n8n für Dritte und der Verkauf eines Produkts, dessen Wert ganz oder weitgehend aus n8n-Funktionalität stammt. Make eignet sich besser für Einsteiger und Teams, die schnell starten wollen. n8n bietet mehr Flexibilität für technische Teams, die volle Kontrolle über ihre Daten wollen. Einen detaillierten Vergleich finden Sie in unserem Make vs n8n Guide.
- Wie viele Credits verbraucht ein typischer Workflow?
Der Verbrauch hängt von der Workflow-Komplexität ab. Ein einfacher 3-Modul-Workflow (Trigger → Aktion → Speichern) verbraucht 3 Credits pro Durchlauf. Bei 100 Durchläufen pro Tag sind das 300 Credits täglich oder ca. 9'000 pro Monat. Komplexere Workflows mit Schleifen, Routern und AI-Modulen verbrauchen entsprechend mehr. Starten Sie mit dem Free Plan und beobachten Sie Ihren Verbrauch.
- Ist Make DSGVO- und nDSG-konform?
Make weist auf seiner Preisseite als Hosting «AWS (EU/North America)» aus — die Infrastruktur steht also nicht ausschliesslich in der EU. Make betreibt mehrere Zonen (EU1, EU2, US1, US2); in welcher davon Ihr Konto liegt, entscheidet über den Bearbeitungsort. Prüfen Sie das vor der Einführung und wählen Sie bei Bedarf eine EU-Zone.
Für Schweizer Unternehmen, die dem neuen Datenschutzgesetz (nDSG) unterliegen, ist Make bei passender Zone und einem Auftragsbearbeitungsvertrag nutzbar. Eine Konformitätsgarantie ist das nicht: Bearbeitungsgrundsätze, Informationspflicht, Betroffenenrechte, Bearbeitungsverzeichnis und Datensicherheit bleiben Ihre Pflicht. Sensible Daten sollten Sie mit Vorsicht verarbeiten. Für Unternehmen mit strengen Datenschutzanforderungen kann selbst gehostetes n8n eine Alternative sein.
Quelle: Make weist unter «Hosting» für alle Tarife «AWS (EU/North America)» aus — abgerufen am 24. August 2026.
- Kann ich Make mit AI-Tools wie ChatGPT verbinden?
Ja, Make bietet eigenständige Integrationen für OpenAI (ChatGPT/GPT-5.6), Anthropic Claude, Google Gemini, Stability AI, ElevenLabs und weitere AI-Dienste. Zusätzlich gibt es das Make AI Toolkit mit neun Modulen — Simple Text Prompt, Extract Information from Text, Categorize Text, Translate Text, Identify Language, Summarize Text, Analyze Sentiment, Standardize Text und Chunk Text —, die sich mit Makes eigenem AI-Provider und damit ohne externen API-Key betreiben lassen. Typische AI-Workflows umfassen Textgenerierung, Zusammenfassung, Übersetzung und Klassifizierung. Der AI Content Pipeline-Workflow in diesem Tutorial zeigt ein konkretes Beispiel.
Fazit: Make als Einstieg in die Workflow-Automation
Make ist eine naheliegende Plattform für Unternehmen und Teams, die schnell und ohne Programmierkenntnisse in die AI Automation einsteigen möchten. Der visuelle Editor macht komplexe Workflows verständlich, die über 3'000 Integrationen decken ein breites Spektrum an Anwendungsfällen ab, und die Module des AI Toolkit bringen AI-Schritte ohne eigenen API-Key in den Workflow.
Starten Sie mit einem einfachen Workflow — dem Lead-Notification-Beispiel aus diesem Tutorial — und erweitern Sie schrittweise. Mit Make lernen Sie die Grundprinzipien der Workflow-Automation, die auch auf andere Plattformen übertragbar sind.
Quellen
- Quelle der Integrationszahl: Make Integrations nennt «3,000+ Integration Apps» und listet «Showing 1 - 48 of 3553 results in All Apps» — abgerufen am 24. August 2026.
- Make AI Toolkit — abgerufen am 24. August 2026. Die Module arbeiten laut Dokumentation «with the use of Make's AI provider or a custom AI provider connection». Die Seite gruppiert sie in zwei Rubriken: unter «Basic AI» stehen acht Module, beginnend mit «Simple text prompt», unter «Advanced AI» steht «Chunk text» — zusammen die neun Module dieser Tabelle. «Basic AI» ist damit die Rubrik, nicht der Name eines Moduls; wer in Make danach sucht, findet kein Modul dieses Namens.
- Make — Anthropic Claude weist «All Modules (16)» und «Actions (13)» aus, Make — ElevenLabs «All Modules (26)»; dazu Make — Stability AI. Die in diesem Tutorial genannten OpenAI-Modell-IDs (`gpt-5.6-terra`) stehen bei OpenAI — alle abgerufen am 24. August 2026.
- Make — Error handlers listet genau diese fünf Handler. Skip «skips the error or the failed bundle from the scenario flow and continues processing the remaining bundles», Retry lässt Sie «pause a failed bundle, store the error message, mappings and the remaining flow», Commit «stops the run immediately and ensures that any changes made to your database apps (like data store or mysql) up to that point are permanently saved», Rollback «stops the scenario and reverts any changes made by modules that support transactions, such as mysql or data store» — abgerufen am 24. August 2026.
- Quelle der Preisangaben: Make weist 9, 16 und 29 USD pro Monat aus, dazu einen Umschalter «Pay monthly» / «Pay annually» mit dem Hinweis «Save 15% or more» — die genannten Beträge gelten bei Jahreszahlung. Für die monatliche Zahlung nennt Lindy «$10.59/month, billed monthly», «$18.82/month, billed monthly» und «$34.12/month, billed monthly»; die Gegenprobe stimmt: 9 ÷ 10.59 = 0.85, 16 ÷ 18.82 = 0.85, 29 ÷ 34.12 = 0.85, also exakt die 15 Prozent Jahresrabatt. Beide Quellen abgerufen am 24. August 2026. Anbieterpreise ändern sich; die Beträge stehen in der Währung des Anbieters.
- Make weist unter «Hosting» für alle Tarife «AWS (EU/North America)» aus — abgerufen am 24. August 2026.

